Wenn Du dieses Wort benutzt, bist du Sklave anderer Menschen. Probiere die Alternativen

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Was man als Elektriker so lernt. Und es dann nichts mit Strom zu tun hat. Zumindest nicht mit dem aus der Steckdose.

Wir waren jung und frech. Und es ist in einer Zeit passiert, als wir noch keine Handys hatten. Wir saßen in der zweiten Woche im Ausbildungsbetrieb zum Elektriker. (Ja, ich habe die Schule fluchtartig verlassen. Warum es dann um Strom gehen sollte, weiß ich bis heute nicht).

Ein Kollege meldet sich mitten im Unterricht und teilt dem Meister mit, jetzt kurz telefonieren zu müssen. Kurze Stille. Der Meister unterbricht, zieht die Augenbrauen nach oben und bringt folgende Weisheit zu Gehör:

“Junger Mann, der Mensch MUSS genau diese zwei Dinge: scheissen und sterben. Alles andere ist FREIWILLIG!“

Der Kollege ging dann nicht telefonieren. Und hat überlebt.

Wer sagt, dass wir etwas „müssen“?

Du glaubst nicht, wie oft ich diese Weisheit des Meisters diskutiert habe. Und ich rede jetzt nicht davon, ob man wirklich sterben oder sich entleeren muss. Das kann man vielschichtig diskutieren.

Du glaubst nicht, wieviel Wut, Aggression und böse Sprüche mir serviert werden, wenn ich den zweiten Teil der Weisheit vehement verteidige:

“ALLES andere ist FREIWILLIG!“

Da steckt drin : FREIheit. Nicht Zwang, sondern schlicht Freiheit.

Da steckt drin : WILLIG, was von WOLLEN kommt. Nicht von Zwang.

Das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert

Diesen miesen Satz höre ich dann fast immer. Und dann geht eine gigantische Litanei darüber los, was wir angeblich alles müssen. Wir müssen einkaufen, arbeiten, Sex haben, Auto fahren, Schule gehen, müssen freundlich sein, telefonieren, online gehen, müssen brav sein, etc. etc. Vermutlich müssen wir sogar leben.

Ich kann schon nachvollziehen, dass der Blick auf das individuelle Leben so aussehen kann. Aber, lach jetzt nicht, er muss so nicht aussehen.

Unser Denken beeinflusst unser Leben

Es ist doch genau genommen immer die Frage, wie wir DENKEN und Situationen BEWERTEN.

Wenn ich mein Leben als Zwang sehe, als ein ewiges MÜSSEN müssen, dann bin ich schlicht ein OPFER. Und das soll jetzt nicht im Streetslang herablassend klingen, jedoch ist es so: Wir machen uns selbst zum Opfer der Umstände. Als haben wir nie eigene Entscheidungen getroffen und alles ist uns ‚passiert‘, wir wurden gezwungen.

Ein Opfer zu sein, mag eine mächtige und unser Umfeld dominierende Rolle sein, aber sie nimmt uns unsere eigene Schöpfer-Kraft.

Probiere diese Alternativen. Ist es dann noch schwerer, oder etwa leichter?

Alternative 01: Bewertungen

Fangen wir doch einmal damit an, unsere Bewertungen zu reduzieren. Überlege: Wenn Du zurück denkst. Wie oft gab es Situationen, in denen Du wütend wurdest, ausgerastet bist. Und wie oft haben sich diese Momente hinterher als zwar anstrengend, aber WUNDERBAR herausgestellt? Es gibt diese Momente – schau ehrlich hin!

Also: Wenn Du nicht weißt, ob das was Dich gerade ärgert und zum Müssen zwingt, sich nicht irgendwann auch als GUT herausstellt, dann bewerte diese Situation doch gleich garnicht. Weder als mies, noch als gut. Bewerte sie nicht und handle! Werde wieder SchöpferIn!!

Alternative 02: Frage anders

Das kennen wir doch alle: Etwas geschieht, es passt uns nicht und schon fragen wir genervt: “Warum passiert mir das? Und warum IMMER MIR?“

Kennst, oder? Zumindest ich kenne das gut. Tappe da leicht rein, wenn gerade mein Temperament die Führung hat…

Was wäre, wenn Du mal annimmst, dass das Leben, das Universum, Gott oder wenn Du auch immer siehst, nicht gegen dich spielt, sondern FÜR DICH?

Und selbst wenn das nicht Deine Idee vom Leben ist, dennoch ändere Deine Frage: Statt ‚Warum‘ zu fragen und zum Opfer zu mutieren, frage:

WoFÜR?

“Weil woFÜR davon ausgeht, dass es nicht gegen Dich , sondern FÜR DICH passiert. Weil es Dich fördern soll!“

Und jetzt diskutiere das nicht lange, sondern probiere es einfach aus. Mehr als schief gehen kann es ja nicht!

Alternative 03: Opfer werden gezwungen, Schöpfer handeln

Jetzt wird es hart: Rede, denke und fühle nicht mehr müssen, sondern tausche den Begriff in:

WOLLEN.

Und spüre dann, was es macht mit Dir, welche Kanäle das öffnet. Und vor allem: Wieviel ehrlicher das ist! Wer hat meinen Kollegen gezwungen, zu telefonieren? Niemann. Wer zwingt mich, einkaufen zu gehen? Einen Blog-Artikel zu schreiben? Niemand!

“Ich will mal telefonieren!“

“Ich will einkaufen gehen!“

“Ich will heute arbeiten!“

Und so weiter!

Kurz: „Wenn Du nicht mehr müssen mußt, kriegst Du Deinen Arsch leichter hoch um Dein LEBEN zu LEBEN!“

WIE DENKST DU DARÜBER? SAG ES MIR IN DEN KOMMENTAREN.

Photo by Luz Fuertes on Unsplash

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