Ich verabschiede mich

Sie ist gestorben. Mit knapp 30. An Krebs. Sie, die Lebenshungrige und Erinnerin ist abgetreten. Und hat damit ein letztes finales Statement lautstill hinterlassen: LEBE.

In den letzten Tagen habe ich viel Besuch gehabt. Von Schmetterlingen, die, als Krafttier betrachtet, mich an die Leichtigkeit erinnern. Wieder und wieder. Und die noch für etwas anderes stehen: Entwicklung, Verpuppung, ja: Transformation.

Sie stirbt und erinnert mich an das Leben.

Die Schmetterlinge besuchen mich und erinnern mich an Transformation. Und ich blicke zurück:

Ich war immer auf der Suche. Was ist mein Ding, was ist meine Aufgabe, was will ich tun im Leben und was will ich bewirken. Womit mein Geld verdienen. Und wenn: Habe ich es denn wirklich verdient? Oder bekomme ich Geld für das, was ich für andere tue?

Mein Lebenslauf wurde lang. Acht Seiten. Ich habe mich ausprobiert, habe volle Pulle gelebt. Und bei aller Freude daran geht diese Zeit zu Ende. Seit Monaten schon.

ICH VERABSCHIEDE MICH…

..von meiner Suche im Außen. Weil ich mich dort nicht finden werde. Dort geht es darum, was angesagt ist, darum, was anerkannt wird, darum, was ja nicht gegen den Strom schwimmt. Dort geht es um Konzepte. Um den ewigen Ruf danach, dass zu tun, was mein Ding ist. Dort geht es um den Schlachtruf, raus aus dem Hamsterrad. Rein in dein Ding. Und das Ergebnis: Toll, dass du den Mut hast, aber ich gebe dir kein Geld dafür.

ICH VERABSCHIEDE MICH…

..sogar von meinem Ding. Ich bin geboren und gemacht als Heiler. Ja! Und? Mittlerweile sind alle anderen auch Heiler, mit zu Teil enorm langen Listen an Ausbildungen. Früher wurde man ins Heilersein geboren, heute ist es eine Ausbildung, ähnlich wie Zahnarzthelferin oder Automechaniker.

Ich bin außerdem jahrelang ausgebildet, fast bis zum Psychotherapeuten. Intensiv, wissenschaftlich, inkl. hunderter Stunden Selbsterfahrung und Lehr-Therapie. Heute sind die, die nicht Heiler wurden, alle Coaches und Ähnliches. Ihre Ausbildung? In der heimischen Küche oder in der Kneipe. Gut reden und spürig sein genügt und man rettet die Welt.

Und alle zusammen sind laut und ‚klug‘. Die sozialen Medien werden täglich tausendfach geflutet mit heiligen Kalendersprüchen, Ansagen, wo man noch hinschauen dürfe und was man gefälligst zu tun habe, um endlich lebensfähig und bereit zu sein, für sein Ding.

Und da soll ich noch dazwischen grölen und auch sagen, dass ich etwas weiß?

Was wie die klassische Vergleichsfalle wirkt, meine ich ernst: Ich spüre weder den Drang, noch die Pflicht, anderen Menschen zu erklären, wie deren Leben funktioniert. Das kann ich nicht und will ich nicht. Und ich habe ethische Probleme mit diesem Zwangsansatz.

Sie ist gestorben und ich ehre sie, indem ich ihr letztes Statement ernst nehme, annehme und verwirkliche:

ICH VERABSCHIEDE MICH JETZT VON ALLEN KONZEPTEN UND MEINUNGEN DARÜBER, WER ICH BIN, WAS ICH BIN, WAS MEIN DING IST UND WAS ICH PERFORMEN SOLLTE

Ich verabschiede mich von allem. Und komme an. BEI MIR.

Weil Leben vielleicht genau dies ist: SEIN.

Ich bin. Punkt.

Und was bleibt, wenn ich alles verabschiede, was zeigt sich dann, was ist die Essenz, meine Essenz? Mein Werkzeug als Heiler: DAS WORT. Das gefühlte, gesprochene, gedachte und geschriebene Wort.

Prompt will ein altes neues Buch raus.

Du wirst davon hören.

Ich werde Dir davon erzählen.

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